Ein klangvolles Erlebnis!

"Klangvolle Begegnungen"

Die drei Konzerte von KoubikChöre im April/Mai haben  "klangvoll" mit vielen musikalischen "Begegnungen" eine grosse Anzahl Besucherinnen und Besucher in verschiedene Bereiche des Chorgesangs entführt! Moderne, popige, sakrale und besinnliche Lieder gaben den jeweiligen Aufführungen einen spannenden und faszinierenden Rahmen. KoubikChöre wagte sich an anspruchsvollen A capella-Gesang, harmonierte anderererseits bei weiteren Präsentationen famos mit der Live-Band (Markus Florian, Klaus Siebold und Patrick Huber.)  Viel Applaus erhielten auch die jeweiligen Soloneinlagen der Chorsängerin Elisabeth, der Schülerin Melanie aus der Sekundarschule Aesch BL, der fünf Mädels aus den Primarschule in Koblenz AG, sowie vom Voice of Germany-Teilnehmer Patrick Huber. Ein markanter Gegensatz zu modernem Chorgesang zeigte sich in den Darbietungen der Stadt-Jodler Dietikon, welche als Gastchor von KoubikChöre auftraten, und mit ihrem stimmungsvollen Jodelgesang zur Vielfältigeit in den "klangvollen Begegnungen" beitrugen.

Es war ein anspruchsvolles Experiment, mit grossem Engagement jedes Einzelnen, aber der Erfolg zeigte erneut, dass Chorgesang in keinster Weise altmodisch, verstaubt und langweilig sein muss!

Artikel aus "Fricktal 24"

Klangvolle Begegnung mit den KoubikChören

Von: Hans Berger

Die KoubikChöre unter der Leitung von Andreas Koubik sind bezüglich Repertoire, Gesang, Darbietung und Bühnendeko grundsätzlich ein Garant für aussergewöhnliche Chorkonzerte. Dem ihnen vorauseilenden Ruf wurden die Sängerinnen und Sänger - wie bereits sieben Tage zuvor in Stein - auch am vergangenen Sonntag in der vollbesetzten Mehrzweckhalle in Buus vollumfänglich gerecht. Es besteht sodann kein Zweifel, dass sie dies an ihrem dritten Konzert unter dem Motto „klangvolle Begegnungen“ am 21. Mai in Koblenz ebenso tun werden.

Die schwarze Bühne mit den weissen Hockern und der Modernität vermittelnden Dreiecken im Hintergrund sind ein erster Blickfang beim Betreten des Saales. Der Zweite dann die unterschiedlichen, knallroten Accessoires der ansonsten pechschwarz gekleideten Sängerinnen und Sänger.

Eisbrecher
Die Bühne war noch leer, als Thomas Ruppelt (Piano), Klaus Siebold (Klarinette, Saxophon, Kontrabass) und Patrick Huber (Cajon, Gitarre, Sologesang) instrumental das Konzert eröffneten. Zwischenzeitlich hatte sich der Chor mehrheitlich unbemerkt im Saal positioniert, erkundigte sich singend, Hände schüttelnd mit „Hallo, wie geht’s?“ nach dem Befinden des Publikums und brach damit – entgegen der Normalität - vom ersten Takt an das Eis.

Perfekte Welle
Entgegen der lieblichen und sanften Melodie von „Sound of Silence“ lässt dessen Text einem beinah das Blut in den Adern gefrieren. Ähnlich wie David Draiman, Leadsänger der US-amerikanischen Metal-Band „Disturbed“ verstanden es auch die KoubikChöre, die Dramatik des Stückes packend zu vermitteln.

Ein Markenzeichen der KoubikChöre ist, dass sie nebst der Musik auch grossen Wert auf anspruchsvolle Texte legen, was sich auch beim dritten Stück „Perfekte Welle“ äusserte. Auch beim Song von Xavier Naidoo „Dieser Weg wird kein leichter sein“ war die Verpackung poppig, der Inhalt jedoch nur schwer verdaulich. Mit „Kyrie eleison“ ging’s gesanglich weiter bergauf und ohne sie musikalisch wirklich beanspruchen zu müssen, flehten die Sängerinnen und Sänger auf dem Gipfel angekommen „Help me Lord“.

Der jeweilig frenetische Applaus liess indes keinen Zweifel aufkommen: die KoubikChöre reiten punkto Repertoire auf der perfekten Welle, doch ist anzunehmen, dass der Weg zum Erfolg kein leichter war.

Solidarität
Das aufgestellte Publikum zu begeistern und deren Herzen zu berühren verstanden auch die Stadt-Jodler Dietikon mit ihrem gepflegten, anspruchsvollen Jodelgesang und Liedern wie „Bsinnig“,De Dorfbrunne“, „s’Jodlerhärz“ und „Mit Gsang i d’Nacht“.

Hundertprozentig Solidarität zollte das Plenum auch den Massregelungen „Junge, du bist peinlich“ der fünf 10- und 11-jährigen Sängerinnen von der Primarschule Koblenz. Ebenso einen stürmischen Applaus erntete die 14-jährige Sängerin Melanie aus Aesch für die gefühlvolle Interpretation von Bruno Mars´ verspäteter Erkenntnis in „When i was your Man“ und Adeles Song „Skyfall“, den sie zusammen mit den KoubikChören sang.

Begeisterung pur
Nachdem die Sängerinnen und Sänger kurz „die Welt retten“ mussten und dem Auditorium klar gemachten hatten: „So soll es sein“, vereinten sie sich mit dem Gastchor, um mit ihm den „Jodler-Blues“ zu rocken. Weitere Highlights waren Leonard Cohens „Halleluja“, die Empfehlung „Probier’s mal mit Gemütlichkeitund zum Schluss besonders eindrücklich - im nur mit Kerzenlicht beleuchteten Saal - das unter die Haut gehende Lied „Stille“.
Stiller geworden waren nach dem Konzert bestimmt auch viele zuvor aufgewühlte Seelen.

 

Atikel aus "Die Botschaft" vom 23.05.2017

Den Zauber einer Klangwelt geniessen

Mit herausragenden Klangerlebnissen, traditionell, provokant, nachdenklich oder gar überschäumend, haben die Koubik Chöre ihre grosse Fangemeinde entzückt. 

KOBLENZ (pds) – „Klangvolle Begegnungen“ nannten die Koubik Chöre ihr neustes Programm gestern Sonntag in der Mehrzweckhalle. In diesem bewältigten sie ein wohl durchdachtes Chaos, legten allen Respekt ab und zauberten voller Überraschungen ein mehr als zwei stündiges Programm auf die Bühne. 

Sängerinnen und Sänger

Wer sich mit dem Auftritt der Koubik Chöre befasst, kommt um den Begriff „Perfektion“ nicht herum. Das war auch gestern der Fall. Da stimmte einfach alles. Angefangen natürlich mit dem Chor, der das ganze Repertoire auswendig sang, stimmlich überzeugte und es auch verstand, das Vorgetragene „hinüber zu bringen“. Dabei kamen Konzentration, Disziplin und Seriosität klar zum Vorschein, die aber auch Platz für Lockerheit, kleinen Spässchen und echter Fröhlichkeit offen liessen. Die thematisch gestalteten Unterhaltungsblöcke starteten mit der “Perfekten Welle“, die einen super „Sound of Silence“ beinhaltete. Über den sakralen Teil “Kyrie“ und „Help me Lord“ gelangte man zu „Welt retten“. Das alles vor der Pause. Im zweiten Teil kam die grosse Zuschauerschar in den Genuss von alten Trickfilmmelodien wie „The Flintstones“ und „Das Dschungelbuch“ bevor ein eindrückliches Finale in die Stille führte. 

Die Stützpfeiler

Im gleichen Atemzug mit dem Chor muss auch sein Dirigent genannt und gewürdigt werden: Andreas Koubik, der auf der Bühne so souverän eine innere Ruhe ausstrahlt, ohne Hast alles überblickt und mehr Freund und Helfer als Antreiber zu sein scheint. In diese Rolle kann er nur hineinwachsen, weil seine Frau, Evelyne Berger, ihm den Rücken freihält, moderiert, organisiert und die gute Seele im Team ist. Die dritte prägende Kraft am Konzert war die professionelle Instrumentalbegleitung, die ebenfalls höchsten Ansprüchen genügte, feinfühlig und gekonnt begleitete oder auch als Solisten gefiel. Das Konzert wäre nicht so perfekt gewesen, hätten da nicht noch Gäste für zusätzliche, ergänzende Unterhaltung gesorgt. 

Optische und gesangliche Bereicherung

Urchig und bodenständig kamen die Stadt-Jodler Dietikon daher. Von zwei prägenden Jodlerinnen angeführt, erfreuten sie unter anderem mit einem Naturjutz, dem Gsang i d’Nacht“ und waren am grossen Finale mit von der Partie. Aber auch die Jungen kamen zum Zuge. Fünf Koblenzer Mädchen durften vor so viel Publikum „Junge, du bist peinlich“ singen. Ihre Meinung über die armen Buben war vernichtend:  „Aussen Macho, innen hohl!“ Melanie, Sekundarschülerin aus Aesch, ist da schon einen Schritt weiter. Sie sang solo mit geschlossenen Augen und später zu ihrer Gitarre und in Begleitung von Jahel: “I See Fire“. Für die optimale Abrundung des Konzertes sorgten die Sound-, Licht- und Bildspezialisten. 

Als die vorher zum Abschluss besungene Stille auch wirklich eintraf und die Besucher bereits wieder im Freien standen, wünschte man, sie wären immer noch im Ohr, die vortrefflichen Klänge der Koubik Chöre.

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